Exotische Zimmerpflanzen – Die Drachenbäume

02.05.13

Der Drachenbaum ist eine Zimmerpflanze, die nicht nur wegen ihrer schönen meist bunten Blätter und des palmenartigen Wuchses sehr geschätzt wird, sondern auch wegen ihrer Pflegeleichtigkeit. Drachenbäume sind für Anfänger hervorragend geeignet, weil sie mit wenig Licht auskommen und sie es außerdem verzeihen, wenn das Gießen mal vergessen worden ist. Der Drachenbaum gehört zur Familie der Spargelgewächse und stammt ursprünglich aus dem afrikanischen und asiatischen Raum. 50 verschiedene Arten zählt der Drachenbaum, von denen einige nur in begrenzten Arealen vorkommen. So ist der Kanarische Drachenbaum nur auf einigen der kanarischen Inseln verbreitet. Das älteste Exemplar dieser Sorte steht im Nordwesten Teneriffas, hat eine schirmartige Krone und ist stolze sieben Meter hoch. Der Drachenbaum ist als Zimmerpflanze sehr pflegeleicht, dennoch sollte einiges beachtet werden, damit er sich in seinem Zuhause wohlfühlt.

Standort

Drachenbäume kommen mit wenig Licht aus. Am besten ist ein Standort mit etwas Sonnenlicht morgens und abends. Die direkte Mittagssonne sollte gemieden werden, Die Spitze des Drachenbaumes neigt sich immer zum Licht, daher ist es ratsam, die Pflanze alle 14 Tage zu drehen, damit ein gleichmäßiges Wuchsbild entsteht. Wer den Drachenbaum im Wintergarten oder auf der Terrasse hält, sollte für ausreichende Beschattung sorgen.

Pflege

Während der Wachstumszeit von März bis August braucht die Pflanze reichlich Wasser und Dünger. Der Wurzelballen muss immer feucht gehalten werden. Überschüssiges Wasser sollte nach dem Gießen immer aus dem Untersetzer entfernt werden, um Staunässe zu vermeiden. Denn diese führt bei Drachenbäumen zu Wurzelfäule. In der klassischen Ruhepause von Oktober bis Januar kann sparsamer gegossen und gedüngt werden. Die ideale Raumtemperatur liegt in der Ruhephase bei 18° Celsius. Zwar vertragen Drachenbäume auch trockene Luft, aber bei mäßiger oder hoher Luftfeuchtigkeit sind sie am Vitalsten. Darum sollte man die Pflanze bei trockener Heizungsluft einmal pro Woche mit kalkarmem Wasser wie Regenwasser einsprühen und die Blätter mit einem feuchten Lappen abstauben, so dass auch keine Ablagerungen liegen bleiben.

Vermehrung

Drachenbäume können mit Hilfe von Kopfstecklingen, Stammstücken oder Bodentrieben von Frühjahr bis Spätsommer vermehrt werden. Die Stecklinge pflanzt man in ein leicht angefeuchtetes Gemisch aus Sand und Torf. Über das Pflanzgefäß wird dann ein Plastikbeutel gestülpt. Man kann es auch in einen beheizten Vermehrungskasten stellen. Der Standort für die Stecklinge sollte hell, aber nicht zu sonnig sein. Fünf bis sechs Wochen müssen die Stecklinge abgedeckt bleiben und dürfen nicht gegossen werden. Wenn der junge Drachenbaum Wurzeln geschlagen hat, nimmt man ihn aus dem Kasten oder entfernt den Plastikbeutel. Es darf nun sparsam gegossen werden. Zwischen den Bewässerungszyklen sollte die oberste Schicht der Erde leicht antrocknen. Nach zwei bis drei Monaten ist der junge Drachenbaum dann soweit, dass man ihn in das für die Pflanzenart empfohlene Erdgemisch umtopfen und weiter kultivieren kann.

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